Architekturkonzeptpreis Superscape

Der Architekturkonzeptpreis Superscape wird biennal ausgelobt und an innovative und visionäre Architekturkonzepte verliehen. Im Fokus steht das Zusammenspiel von privatem Wohnraum und urbanem Kontext. Mit einer langfristigen Perspektive von 30 Jahren generiert Superscape einen kreativen Freiraum für unkonventionelle Ideen, die der realen Architektur und Stadtentwicklung Impulse geben sollen.

THEMA 2020: MIXED-USE CITY - Wohnen, Arbeiten und urbane Produktion

Die Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum, zwischen Wohnen und Arbeiten, zwischen digital und analog lösen sich zunehmend auf. Für eine zukunftsfähige, nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung eröffnet die Idee der „Mischnutzung“ vielfältige Potenziale. Dabei spielt insbesondere die urbane Produktion und ihre steigende Bedeutung als wichtiger Bestandteil der durchmischten Stadt eine hervorgehobene Rolle.

ERGEBNIS PHASE 1

Bis März 2020 waren Architekt_innen, Landschaftsarchitekt_innen, Stadtplaner_innen, Designer_innen und interdisziplinäre Projektteams eingeladen, ihre Visionen für die Stadt von morgen einzureichen.

Insgesamt 153 Konzeptskizzen von Teilnehmer_innen aus 31 Ländern wurden eingereicht. Dabei handelt es sich um die höchste Beteiligung seit Beginn des Preises.

Die hochkarätige Jury, bestehend aus Angelika Fitz, Claudia Nutz und Andreas Rumpfhuber, nominierte sechs Projekte für die Shortlist, die bis Ende August weiter ausgearbeitet wurden.

Weitere Informationen zur diesjährigen Shortlist hier.

ERGEBNIS PHASE 2

Aus den ausgearbeiteten Projekten wurde im Zuge eines zweiten Jurymeetings das Projekt „Die anderen Räume“ von Eva Herunter ausgewählt. Die Siegerin darf sich über die Honorierung ihres Projektes mit 10.000 Euro freuen. Alle weiteren Shortlist-Teams erhalten je eine Aufwandsentschädigung von 2.000 Euro.

Der Preis wurde im Rahmen einer Verleihung am 28.09.20 von den beiden Auslobern offiziell überreicht.

Informationen zum diesjährigen Siegerinnenprojekt finden Sie hier.

AUSLOBER

JP Immobilien, www.jpi.at
WBV-GPA, Wohnbauvereinigung für Privatangestellte, www.wbv-gpa.at

ZUSATZPREIS Wien - Founders Lab der Wirtschaftsagentur Wien

Aus den 25 Einreichungen aus Wien wählte die Jury gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien das Gewinnerprojekt „Stadtbauernhof“ von Vanessa Braun und Daniel Löschenbrand aus, welchem nun die Teilnahme am begehrten zweimonatigen Lern- und Workshopformat „Founders Lab“ für Herbst 2020 ermöglicht wird.

Themenfokus Superscape 2020

Mixed-Use City -  Wohnen, Arbeiten und urbane Produktion

Nach der Industriellen, ist es nun die Digitale Revolution, die gesellschaftliche, ökonomische sowie soziokulturelle Prozesse beeinflusst und damit einhergehend auch erweiterte Anforderungen an die Funktion und Nutzung der urbanen Lebensräume stellt. Die Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum, zwischen Wohnen und Arbeiten, zwischen digital und analog lösen sich zunehmend auf. Indem sich die unterschiedlichen Lebensbereiche der Stadtbewohner_innen und Stadtnutzer_innen immer stärker verschränken oder sich auf eine digitale Ebene verlagern, lässt sich auch der gebaute Raum nicht mehr monofunktional strukturieren.

Für eine zukunftsfähige, nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung eröffnet die Idee der „Mischnutzung“ vielfältige Potenziale. Dabei spielt insbesondere die urbane Produktion und ihre steigende Bedeutung als wichtiger Bestandteil der durchmischten Stadt eine hervorgehobene Rolle.

Immer intensivere Verflechtungen und wechselseitige Vernetzung von Wissen, Forschung, Entwicklung, Kultur und Dienstleistungen sowie neue Fertigungsmethoden im Zuge der Digitalisierung geben dabei auch der urbanen Produktion vermehrt wieder ihren Platz in der Stadt zurück. Hierfür gilt es kreative Konzepte, innovative Modelle sowie Problemlösungen der Architektur auszuloten, die visionäre Zukunftsblicke und gestalterische Experimente wagen und auf zukünftige räumliche und gesellschaftliche Herausforderungen des städtischen (Wohn-)Raums im Jahr 2050 eingehen. Vielzählige Fragestellungen kommen dabei auf:

Wie können Mischnutzungen zwischen Wohnen, Arbeiten, urbaner Produktion und öffentlichem Raum räumlich und sozial funktionieren? Welche Arten und Bereiche des produzierenden Betriebes sind vorstellbar? Welcher Mehrwert entsteht dabei für die Nutzer_innen?

Welchen Bedürfnissen müssen Flächen im Wohnbau der Zukunft vor dem Hintergrund sich wandelnder Lebensbedingungen, neuer Alltagskulturen und einer sich permanent diversifizierenden Gesellschaft (multilokales oder temporäres Wohnen, Individualisierung, Sharing Economy uvm.) standhalten?

Mit welchen gestalterischen Ansätzen lassen sich die Funktionen und Qualitäten diverser Mischnutzungsoptionen erfüllen? Welche Rolle spielt der öffentliche Raum?

Wie kann dabei der urbane Bestand miteinbezogen werden? Welche Lösungen, Produkte und Dienstleistungen könnten sich sowohl ökologisch, ökonomisch, sozial, funktional als auch nachhaltig erweisen? Wie können sie auch auf gesellschaftliche Diversität und unterschiedliche Anforderungen eingehen?

Wie können neue Raum- und Nutzungsstrukturen Effekte auf Mobilitätsverhalten, Verkehrsinfrastrukturen, Logistik, Handel, Abfallwirtschaft sowie private wie öffentliche Ressourcen mit sich bringen?

Welche Rolle spielen dabei wirtschaftliche Dynamiken und innovative Technologien? Welche Optionen und Potenziale ergeben sich im Kontext sozialer und technischer Vernetzung für Architektur, Stadtplanung, Wohnraum und Bewohner_innen?

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