Shortlist Projekte 2020

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Communal Power Plant

Klara Jörg, Wien (AUT)

Das Projekt "Communal Power" Plant erforscht Wege, erneuerbare Energieproduktion in ehemalige Kohlestädte Europas zu integrieren, welche glei­chzeitig gemeinschaftliche Räume für Interak­tion und Produktion schafft. Das starke Gemein­schaftsgefüge sowie die Verbindung von Stadt und Umland wiederbelebend schlägt das Projekt ein Wegesystem vor, das durch die ehemaligen Arbeit­erviertel von Puertollano (ESP) läuft. Die Kombination eines Solar- und eines Hydropfads schafft wohltemperierte Wege, die architektonische Interventionen miteinander verbinden: Räumlich durch die Phänomene Wasser und Licht geformt, gewährleistet die Produktion erneuerbarer Energie die Selbstversorgung der neuen Gemeinschaftsräume.

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Die anderen Räume

Eva Herunter, Wien (AUT)

In der gewachsenen Stadt des 21. Jahrhunderts verweben sich Altes und Neues, Natürliches und Künstliches."Die anderen Räume" denkt über die Stadt als Ökosystem nach und betrachtet Produk­tion, Pflege, Umwandlung und Zerfall in Stadt- Landschaften neu. Dort wo sich menschliche Eingriffe mit der Eigendynamik nicht-menschli­cher Stoffwechselvorgänge überschneiden, wird die Substanz für die Stadt der Zukunft gesucht. Zusammenarbeit, Anpassungsfähigkeit und Experimentierfreudigkeit werden sie kennzeichnen, das Projekt möchte aus Bestehendem nachhaltig Neues schaffen.

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Metamorphose: Die Verwandlung von Suburbia

Milla Koivulehto, Josef Steckermeier, Thomas Benedikt Spitzer, Biel (CH)

„Metamorphose“ ist der Leitbegriff für einen Transformationsprozess typischer Einfa­milienhausquartiere. Welche gesellschaftlichen und räumlichen Potenziale bergen diese Sied­lungsstrukturen der Zwischenstadt hinsichtlich der Wohn- und Lebensformen von morgen und mit welchen Konzepten könnte eine nachhaltige und ganzheitliche Entwicklung erzielt werden? Das Projekt befindet sich auf der Suche nach Strategien und Werkzeugen zur Umsetzung einer realen Utopie für Suburbia...

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Mutualism in the City

Gary Yeow, Amy Peacock, Sean Craig, Glasgow (UK)

Die Stadtentwicklung ist traditionell auf dem Konzept der Stadtmitte, als zentralem und dichtbesiedeltem Arbeitszentrum, begründet. "Mutualism in the City"schlägt eine Alternative vor. Das Projekt veranschaulicht ein polizen­trisches Modell, das Bevölkerungsmassen und Res­sourcen auf die umliegenden Bezirke verteilt, gleichzeitig wird im Stadtkern ein Re-Naturier­ungsprozess eingeleitet. Nach diesem Modell sol­len gesündere, lebenswertere und erfolgreichere Städte entstehen.

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Wiener Null: Wiens terrestrische Zonen

Natascha Peinsipp, Felix Steinhoff, asphalt-kollektiv (AT / DE)

Das Projekt erzählt die Geschichte einer radi­kalen Transformation Wiens, den Umgang mit der Ressource Boden und dessen Demokratisierung. Als Reaktion auf den Klimawandel beginnt eine sukzessive und quartiersweise Erneuerung der Stadt, welche am Wiener Nordwestbahnhof ihren Anfang nimmt. Das “Wiener Null”, als sich ent­faltendes Netzwerk von 3-dimensionalen ter­restrischen Zonen, umfasst Bereiche ohne klare Bestimmung, sowie funktionale und heterogen nutzbare Stadträume, in denen der Mensch nicht mehr als zentral, sondern als abhängig be­trachtet wird. Es entwickeln sich Hybride aus Natur und Künstlichkeit – eine Überlagerung der Menschen-, Maschinen-, Tier- und Pflanzenwelt.

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Working Gardens

Andrea Bit, Maciej Wieczorkowski, Dividual office, Rotterdam (NL)

"Working Gardens" hinterfragt die Natur von sogenannten Office Parks im Zeitalter der sich stetig wandelnden Arbeitsbedingungen. Die Verän­derung dieser eintönigen Typologie ermöglicht es, standardisierte Arbeits- und Produktions­verhätnisse der Gegenwart mit hedonistischen Aspekten zu verknüpfen. Dieser Zugang versteht sich als Gegenmodell zum Paradigma der Effizienz und bündelt Bedürfnisse, Aktivitäten, Funktionen sowie menschliche Rituale im Sinne einer archi­tektonischen Praxis.

Gewinner_innen Zusatzpreis Wien

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Stadtbauernhof

Vanessa Braun, Daniel Löschenbrand, Wien (AUT)

Die Idee des Stadtbauernhofes folgt dem Prinzip eines materiell geschlossenen Kreislaufes, in dem gearbeitet, produziert und gewohnt wird. Den Archetyp der Mixed-Use-City sehen die Projektbeteiligten im Bauernhof, der durch kurze, wirtschaftliche Kreisläufe die Resilienz von Nachbarschaften stärken soll. Die Strategie definiert sich durch das Aufgreifen aktueller Themen wie partizipative Stadtökologie, das Intensivieren lokaler Netzwerke, die Aktiv­ierung diverser städtischer Komponenten, produzierendes Grün sowie urbane Lebensmittelproduktion.

Im Founders Lab – Creative Industries, einem neuen berufsbegleitenden Lern-und Workshopformat, werden die Teilnehmer_innen zwei Monate lang profes­sionell begleitet, individuell von hochkarätigen Expert_innen und Train­er_innen aus der Kreativwirtschaft gecoacht und im Netzwerk der Wiener Kreativwirtschaft verankert.

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